Hier mal wieder ein kleines Schmankerl aus der Videokiste. Man trainiert ja den ganzen Sommer hart, um im Winter Gas geben zu können und wir haben mittlerweile ziemlich viele verschiedene Trainingsmethoden. Dazu gehört auch diese relativ frustrierende Übung:
Mittlerweile sitzt die Übung ganz gut und im nächsten Update gibt’s dann ein paar spannende Abwandlungen, um das Ganze ein bisschen schwieriger zu gestalten…
Servus! Ich habe mal ein kleines Buch zusammengestellt über das, was ich so mache. Ist so als Video natürlich nicht ganz so schön wie gedruckt, aber wenn man auf 720p HD-Video umschaltet und es auf Vollbildanzeige ansieht kommt es sehr gut rüber. Ansonsten könnt ihr das Booklet auch über diesen Link downloaden:
Meine erste Amtshandlung als Sportbotschafter der Münchner Olympiabewerbung für 2018 war die Teilnahme am jährlichen BMW Open ProAm Golf Turnier in Eichenried. Zusammen mit Christof Langen, Fritz Fischer und dem European Tour Profi Raphael Jaquelin gingen wir auf die Runde und versuchten sowohl Werbung für die München 2018 Kampagne zu machen, als auch als Team das Turnier zu gewinnen. Alles in allem leider kein Sieg, aber eine Riesengaudi und bestimmt ein guter Einstand als Sportbotschafter. Nächster Termin ist ein kleines Fussballspiel am 8.8. aber dazu später mehr
Ich bin ein großer Unterstützer des München2018 Bewerbungskonzepts und habe jetzt auch offiziell die schöne Aufgabe mich für die Bewerbung einzusetzen. Ich wurde in das Team der Sportbotschafter aufgenommen und werde nun mein Bestes geben, um zuhause und auf der ganzen Welt für diesen Zweck zu werben. Ich denke, dass München beste Vorraussetzungen zum Ausrichten der olympischen Winterspiele im Jahr 2018 hat und kann mir nichts Besseres vorstellen als die Spiele zu Hause zu haben.Schaut euch mal um auf www.muenchen2018.org, denn ich denke, dass wir diese Bewerbung alle zusammen unterstützen sollten!
Dummerweise stellte sich im Urlaub heraus, dass es bei meiner Verletzung vom Olympiatraining wohl nicht nur das Bein erwischt hatte. Der Beinmuskel hat wohl vielmehr als Folge eines Leistenbruches schlappgemacht. Dieser machte sich jetzt, mit dem Abklingen der anderen Schmerzen, immer mehr bemerkbar und ich konnte glücklicherweise noch am Tag meiner Ankunft zurück in Deutschland operiert werden. Diese innere Verletzung erklärt auch das Versagen des Oberschenkels, aber nach der OP sollte jetzt alles sauber ausheilen und wieder ordentlich funktionieren.
20 Grad und ein Kurs, der dem Frühlingssonnenschein schon sehr nachgibt. Wenn man bedenkt, dass hier 2011 die WM stattfindet, erwartet man mehr; aber was soll’s! Ich habe die Bretter nochmal frisch bei Hansueli in der Schweiz herrichten lassen, um eine Schlappe wie letztes Jahr zu vermeiden und es ging voll auf…
Wieder der 11. Rang in der Quali, wobei ich nach dem ersten Run sogar 6. war und im zweiten mein lahmes Bein geschont habe. Speziell an diesem leicht schiefen Start war es besonders wichtig für den Finaltag als Erster oder Zweiter das Startgate wählen zu dürfen, um immer Innen zu starten.
Ich kam im Achtelfinale nach einem gewonnenen Start ohne große Probleme zusammen mit Nate Holland (USA) weiter. Im Viertelfinale trafen wir auf Paul-Henri DeLeRue (FRA) und Lukas Grüner (AUT). Hier ging es schon sehr viel enger zu und ich kam aber nach einem gewonnenen Start und einem harten Kampf um die Plätze Eins und Zwei zeitgleich mit Lukas und knapp vor Nate und Paul-Henri ins Ziel. Wieder eine Runde weiter!
Hier verließ mich aber endgültig mein linkes Bein. Trotz all dem Adrenalin konnte ich nichtmehr genug Kraft aufbringen, um den Start zu gewinnen und der letzte Sprung der Startgerade warf mich dann auch noch ab, sodass ich nach 30 Metern Wackelflug kurz nach der Landung die Kontrolle verlor und detonierte. Schade, aber immerhin kleines Finale um die Plätze Fünf bis Acht.
Doch auch hier war leider nichts mehr zu holen. Wir waren im Pulk bis in die vierte Kurve gefahren , als ich mich entschied hier Innen vorbeizugehen und aber leider den Kürzeren zog. Es war zu eng zwischen Tor und den anderen Jungs, dass ich einfädelte und allen Schwung verlor. Mir blieb „nur“ der 8. Platz, was sicherlich ein feines Ergebnis ist, aber nach dem Verlauf des Halbfinals und des kleines Finales noch um einiges besser laufen hätte können.
Ich denke es war aber ein guter Saisonabschluss, speziell mit der Verletzung und nach meinem nun anstehenden Urlaub geht’s wieder mit Vollgas Richtung nächste Saison!
Valmalenco! Gute Erinnerungen vom letzten Jahr. Gute Ausgangslage. Mein Rücken ist dank Dr. Murrisch wieder in Ordnung aber mein linkes Bein ist leider immer noch nicht in Ordnung. Der große Oberschenkelnerv macht Beschwerden und ich verliere schnell die Kraft im Bein und bekomme leicht Krämpfe. Macht aber nix! Ich habe nämlich noch einen Auftrag und werde einfach Kräfte sparen wo es geht.
Der Kurs ist super. Schnell, groß und mittelmäßig lang. Aber das stört mich nicht! Das Wetter ist schön und ich will unbedingt nochmal zeigen was ich kann und vor allem nicht mit einem 33. Platz die Saison beenden, nach Allem was man an Aufwand hineingesteckt hat.
Und es ging auch gleich gut los. Bereits im ersten Quali-Run konnte ich eine Top-10 Platzierung einfahren aber trotz meiner 3 Zehntel schnelleren Zeit im zweiten Run wurde es leider ganz knapp nur der 11. Rang. Wenn ich an die vergangenen Qualis denke, aber ein riesen Erfolg und eine super Ausgangslage für das Finale am Freitag.
Ich hatte die zweite Startgateauswahl und konnte den Heat von ganz links erstmal bis zur Hälfte des Kurses anführen. Hier musste ich nach einem kleinen Fehler Alberto Schiavon (ITA) vorbeilassen, fuhr das Rennen souverän vor Tom Vasins (LAT) und JJ Tomlinson (USA) nach Hause.
Im Viertelfinale lief es leider nichtmehr ganz so gut. Ich verpasste den Start und musste mich als Dritter einreihen. Trotz eines harten Kampfes gegen die drei Jungs und meinen Oberschenkels musste ich mich leider um einen Meter als Dritter hinter Nick Baumgartner (USA) und Alberto Schiavon (ITA) geschlagen geben. Dadurch, dass im Viertelfinale viele der in der Quali besser als ich platzierten Favoriten ausschieden, wurde ich leider vom 11. auf den 13. Rang nach oben geordnet.
Alles in Allem aber ein geiles Rennen und nächste Woche geht’s in Spanien weiter.
Nun habe ich also mein großes Ziel bei den olympischen Spielen teilzunehmen erreicht und doch verfolgt mich das Pech. Ich kam in körperlicher Topform in Vancouver an und war lediglich mental durch den riesen Rummel ein wenig aus der Bahn geworfen. Man kann sich nicht vorstellen wie schwierig es sein kann mit all dem umzugehen, wenn man das zum ersten Mal erlebt und es vorallem nicht gewöhnt ist.
Leider regnete es zusätzlich stark in Vancouver und am Cypress Mountain, sodass die ersten zwei Trainingstage ins Wasser fielen und man erst am dritten Tag, einen Tag vor dem Wettkampf, die Möglichkeit hatte, den ungewöhnlich anspruchsvollen Kurs zu trainieren. Mit dieser Situation kamen die routinierteren Fahrer sehr viel besser zurecht als ich und unter Zeitdruck passierte mir bei der dritten Trainingsfahrt ein schwerer Fehler. Ich flog bei Tempo 70 an einem Sprung etwa einen Meter zu weit und wurde dadurch vom nächsten Absprung so kalt erwischt, dass es mich aushob ich nach etwa 10 Metern und einem halben Überschlag detonierte. Ich konnte das Training zwar halbherzig zu ende fahren, am Abend aber machte mein Körper seine harte Abrechnung mit mir. Mein linkes Sprunggelenk war wiedermal bocksteif, die Muskulatur im linken Bein und im ganzen Rücken verspannte aufgrund der Prellungen und sowohl Beweglichkeit als auch Muskelkraft waren dahin. Tolles timing. Man bereitet sich so intensiv auf diesen einen Tag vor und ich suche mir aus vier Jahre genau den Tag vor dem Wettkampf aus, um mir alles zunichte zu machen.
Selbstverständlich habe ich probiert am nächsten Morgen mein Bestes zu geben. Ich war zwar weit entfernt von meiner Form, konnte den Kurs aber zumindest ohne Sturz bewältigen, was dann in der Qualifikation nichtmehr der Fall war. Zweimal passierte mir durch die eingeschränkte Muskelkraft und Beweglichkeit nach etwa einer Minute und zehn Sekunden Laufzeit ein grober Fehler, der im ersten Run nur massiv Zeit kostete und im zweiten jedoch mit einem Sturz endete. Mit der miserablen Zeit aus dem ersten Run hatte das Schicksal nochmal einen Schlag ins Gesicht für mich geplant. Nach der Qualifikation werden die Karten neu gemischt und durch das viele Adrenalin bei drei Gegnern hoffte ich trotzdem einigermaßen mithalten zu können. Es qualifizieren sich aber nur 32 Fahrer für das Finale und mein erster Run, der selbst an diesem Tag nicht meinen Möglichkeiten entsprach, reichte nur für den 33. Rang.
Wenigstens schnitt der David als 8. gut ab und unser Team hat sich im Endeffekt auf der großen Bühne gut präsentiert. Mal sehn ob die Akzeptanz für unseren knallharten Sport dadurch endlich steigt. Ich denke wir haben es verdient und werden bei den letzten zwei Weltcups im März noch ordentlich Werbung für uns machen!
Soviel zum Sport. Die olympischen Spiele in Vancouver waren natürlich alles in allem ein unglaublich tolles Erlebnis und somit konnte ich die Schlappe auch relativ schnell wegstecken. Ich entschied mich dann aber trotz dieser genialen Veranstaltung früher nachhause zu Freundin und Familie zu fliegen und mich auf die Regenerierung nach der Verletzung und auf die kommenden Weltcups zu konzentrieren.
Zum Schluss noch: Danke Kanada! Besser kann man’s glaub ich nicht machen…
Und ich habe es doch noch geschafft! Alles scheint die letzten Rennen gegen mich gespielt zu haben, aber jetzt in Stoneham (Kanada) konnte ich mit einem 14. Platz alles klar machen. Vancouver ich komme! Ein genauer Bericht folgt in Kürze!Von links: Mike Robertson, Jake Holden, Konsti, Nate Holland.Foto: Olli Kraus/FIS
Ich denke mal das Bild sagt alles…YEEEEEEAAAAAAAAAHHHHHHHHH!!!!!!!!!!!!Vielen, vielen Dank an das Autohaus Pötzinger für die geile Unterstützung. So wahnsinn!!