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Endlich! Es hat sich gelohnt mein eigenes Ding durchzuziehen.
Nachdem der erste Weltcup mal wieder ein klassischer Boardercross Flop war, lief es im zweiten Rennen umso besser. Ich war im ersten Rennen in der Engstelle des Kurses zwischen zwei Fahrern eingeklemmt worden und völlig unnötig in der ersten Runde der 6er-Heats ausgeschieden…
Am Tag der zweiten Quali schneite es ein wenig und der Kurs wurde ein bisschen weniger ungesund, was die Geschwindigkeit anging. Nun ging es nicht mehr nur darum am Leben zu bleiben, sondern darum sauber zu fahren und ich wurde mit einem dritten Platz belohnt.
Perfekte Ausgangslage also für den Finaltag. In der ersten Runde hatte ich zwar noch kleinere Probleme mit meinem Start, weil meine Schulter immer noch nicht wieder normal ist, aber danach lief es eigentlich ganz gut, wie man im folgenden Video verfolgen kann:
http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=9326176
Es könnte mal wieder nicht besser laufen. 10 Tage nach der relativ umfangreichen Operation, bei der zum einen das Labrum refixiert und zum anderen die angerissene Bizepssehne durchtrennt und neu befestigt werden musste, hat sich eine Infektion im Gelenk breit gemacht. Bei der Operation sind Bakterien in das Gelenk geraten und haben das Gewebe angegriffen und ganz amtliche Schmerzen verursacht. Das Team von Professor Brunner im Krankenhaus Agatharied bekam das Problem glücklicherweise innerhalb eines 10-tägigen stationären Aufenthalts mit zwei weiteren Operationen in den Griff, sonst wären bleibende Schäden sehr wahrscheinlich gewesen.
Jetzt wird sich alles zwar unglaublich in die Länge ziehen, aber Dank meiner ISURO Matratze (klick) kann ich wenigstens ohne Schmerzen schlafen.
Ich habe mir alle Mühe gegeben, aber es hat nicht sollen sein. Ich konnte trotz meinem lahmen Flügel, den ich mit einer Karbonschiene halbwegs schützen konnte, in den Qualifikationen der letzten drei Rennen gute Ergebnisse einfahren. Doch in den Finalläufen war dann ohne die Kraft am Start nicht viel zu holen. Speziell in Arosa, wo die Rennen zum ersten Mal im Weltcup mit 6er Heats ausgetragen wurden, war es kaum möglich oft genug zu überholen, um ein gutes Ergebnis zu erzielen.
Ich musste mich wiedermal geschlagen und mit einem 21. Overall Platz zufrieden geben. Das ist ziemlich enttäuschend wenn ich auf meine diesjährigen Möglichkeiten zurückblicke, aber man kann’s nicht ändern und nur auf die nächste Saison hoffen.
Wiedermal ein riesen Dankeschön an das Autohaus Pötzinger in Miesbach! klick!
Schon zum zweiten Mal wird meine Mobilität mit einem nagelneuen Nissan Qashqai+2 gesichert und ich bin euch unglaublich dankbar!
Was für ein Supergerät das ist, kann man sich hier ansehen:
Irgendwie schaffe ich es jedes Jahr mich mitte der Saison so zu verletzen, dass man’s eigentlich gleich bleiben lassen kann. Immer wenns gerade gut anläuft und ich auf dem Weg dahin bin, wo ich hin will, werde ich brutal zurückgeholt. In der Schulter ist das Labrum zur Hälfte von der Schulterpfanne abgelöst und die lange Bizepssehne wahrscheinlich eingerissen. Die Schulter ist nun leider sehr instabil und ich habe kaum noch Kraft im rechten Arm.
Aber ich werde die Schulter erst nach der Saison operieren lassen und möchte die Saison fertig fahren. Es geht wiedermal darum die Platzierung in der Weltrangliste zu halten und darum, dass ich einfach viel zu viel in die Saison investiert habe und nicht einfach mittendrin aufhören will. In Deutschland hängt sehr viel an Platzierungen und stupiden Statistiken, da kann man sich nicht einfach verletzt verabschieden, wenn man sich nicht selber Steine für die Zukunft in den Weg legen will. Es wird nicht einfach, aber ich werd’s probieren.
heisst natürlich eigentlich Stoneham und ist ein kleines Skigebiet in der Nähe von Quebec City, wo wir jedes Jahr einen Weltcup haben und 2013 dann die nächste Snowboard WM stattfindet. Hier konnte ich mich letztes Jahr noch mit allerletzter Kraft für Vancouver qualifizieren und dieses Jahr musste ich für das Quäntchen Glück, das ich letztes Jahr hatte, bitter bezahlen.
Ich stürzte ziemlich schwer und sicherte mir 15 Minuten vor dem Start des Finales eine geplegte Gehirnerschütterung, wobei ich mir auch noch irgendwas in der Schulter abriss. Ich war eigentlich ziemlich motiviert und kam mit dem Kurs so gut zurecht, dass ich trotzdem an den Start ging und nur um 30 Zentimeter gegen die späteren 1. und 2. platzierten Nick Baumgartner und Jonathan Cheever (beide USA) ausschied. Am Start hatte ich natürlich mit der kaputten Schulter keine Chance gehabt und schaffte es bis unten leider nur Marvin James (SUI) zu überholen.
Es gab also mal wieder meinen Stammplatz Nummer 18 und eine lange Wartezeit bis zur nächsten Chance. Aber erstmal sehn was der Schulter fehlt…
Von links: Ich, Jonathan Cheever und Nick Baumgartner
mal wieder ein großartiger Ausflug ins Industrieghetto dieser Welt. Südkorea, die Dritte!
Ich werde gar nicht viel dazu schreiben, was hier so alles abgelaufen ist, aber im Endeffekt waren die zwei Pokerrunden pro Tag das einzige was einem Wettkampf nahe gekommen ist. Das Komitee vor Ort hat’s so dermaßen verhaun, dass alle angereisten Trainer und Sportler sich einig waren die Veranstaltung zu boykottieren, weil der Kurs so unfassbar schlecht war, dass keiner das Risiko auf sich nehmen wollte. Da es in diesem schönen Land ja nur zementharten Kunstschnee gibt, konnte man den Kurs nicht mal mehr umbauen und alle zusammen saßen wir eine Woche in einem Hotel an einem Hügel irgendwo in Südkorea fest, weil das Umbuchen für Aufenthalte unter einer Woche leider extrem teuer ist.
Danke…
was so viel heisst wie: 25. Winter Universiade in Erzurum (Türkei
) 2011. Wem das immer noch nix sagt: Olympische Winterspiele, aber nur für Studenten. Kurz gesagt. Geile Sache.
Dass die Spiele am Ende der Welt in Ostanatolien in der Türkei stattfinden, nimmt man dann auch gerne in Kauf und auch, dass man mit dem Lufthansaflieger ohne Probleme nach Ankara kommt, aber halt dann von dort erstmal nicht mehr weiter. Das Prinzip, sich wie bei einem Bus anzustellen, läuft dort wohl auch für Flüge und wenn nur die Hälfte der Gruppe reinpasst dann geht eben 8 Stunden später der Nächste. Kein Problem, hatte ja Zeit. Aber es hat schon erahnen lassen, wie das mit der ganzen Organisation wohl so ablaufen könnte.Man muss ihnen zugestehen, dass sie für den Schneemangel nicht viel konnten, aber wir saßen auch nicht zu selten mal für unter 10 Kilometer 2 Stunden im Bus, weil sich z.B. die Kolonne mit 50 Bussen auf dem Weg zu Eröffnungsfeier (3km) ganze drei mal verfuhr, es am Ende aufgab und alle dann doch laufen durften. Die ganzen Abläufe lahmten also ein wenig, aber es gab immer nette türkische Freiwillige zum Reden und ich hatte ja Zeit.
Zum Wettkampf: Es war sehr viel bessere Konkurrenz am Start als ich dachte. Speziell beim Ostblock kommt die Universiade sehr gut an und so kam es, dass wir insgesamt sogar 13 Weltcupfahrer waren. Die FIS arbeitete mit uns zusammen und so wurde der Kurs über die Trainingstage auch immer besser und wir konnten ein echt amtliches Finale fahren, obwohl das Organisationkomitee eines Tages an der Strecke auftauchte und ohne Grund die extra eingeflogenen Shaper feuerte. Es fand sich glücklicherweise jemand noch anderes, der mit der Pistenraupe die Änderungen am Kurs vornehmen konnte. Ich qualifizierte mich mit 7 Hundertsteln hinter Omar Visintin aus Italien als 2. und auch die ersten zwei Runden liefen sehr gut. Im Halbfinale ging der Stress los. Hier im Video ab 2 Minuten 15 gut zu sehen: (Ich bin der mit den roten Hosenbeinen, und wie das Fotofinish ausgegangen ist steht dann auch da…)
Also alles nochmal gut ausgegangen. Jetzt läuft die Saison mal so wie ich mir das vorstelle! Unten noch ein paar selbsterklärende Fotos.Danke für die Aufmerksamkeit. Bis zum nächsten mal. Konsti
WM in Spanien. 10 Grad im Schatten und die Sonne scheint aber fleißig. Es war mitten im Januar und es waren echt gottlose Bedingungen für die armen Spanier, die sich wirklich alle Mühe gaben und alles überhaupt nur durchführen konnten, weil sie im November, da war es zum letzten Mal kalt gewesen, gefühlte 300 000 Kubikmeter Kunstschnee auf ihrem Berg verteilt hatten. Hier das Panorama vom Gegenhang aus:
Das muss man sich als Vollbild gönnen. Klick
Wilde Sache, aber der Kurs war eigentlich super in Schuss, bis auf ein paar Sprünge, die im morgendlichen Eiskanal gerne mal ein bisschen weiter gingen als gewollt. Ich hatte hier letztes Jahr trotz Leistenbruch gute Erfahrungen gemacht und nutzte das, um mir die 7. Quali zu sichern. Aber nur halb so gut: von den 32 Männern, die da in dem Finale rumfahren, hagelt’s bei mir gleich mal wieder Nate Holland. Diesen kranken Typen hab ich irgendwie abonniert. “Sehr geehrte Damen und Herren, Ich würde gerne zum nächstmöglichen Termin von meiner Bestellung zurücktreten. Mfg Konsti.”
Zusätzlich gabs noch die zwei Tschechen David Bakes und Michael Novotny. Der letztere gewann den Start und ich klebte als zweiter eher zu nah an ihm, als es in die Kurven zwei und drei ging. Ich lies also ein bisschen Luft nach vorne und wollte mich allein um Holland kümmern, der mit seinen 100 Kilo von hinten dahergeschoben kam wie ein Lkw den Brenner runter. Er war auf drei, hatte also nichts mehr zu verlieren und deshalb beschloss ich in der letzten Kurve innen anzuschneiden, damit er nicht dort hineinstechen kann, um den Sturz des vorne liegenden zu provozieren, wie es schon viele vorher getan hatten. Ich wollte im Anschluss die Kurve nach außen auslaufen lassen, um ihm gänzlich den Schwung zu nehmen und meinen zu behalten (Lehrbuch
), aber ich blieb auf einmal in circa 30cm tiefem Sulzschnee hängen, den ein Streckenarbeiter vorsichtshalber mal nicht, wie üblich, aus der Kurve heraus hinter die Tore gezogen hatte, sondern auf meiner Linie liegen lies. War bestimmt spannend zum zuschauen, du faule Wurst. Ich wurde gepflegt überholt und war raus. Echt ziemlich enttäuschend. Nate, den ich bis dahin gehörig bedient hatte, gewann am Ende Bronze. Aber so darf man’s ja auch nicht rechnen.
Next Stop: Telluride. Der Druck mit der WM-Quali war schonmal weg und jetzt schaun wir mal, dacht ich mir. Es reichte nur für eine 23. Quali, da es mir einfach nicht so aufging, aber ich war zufrieden, obwohl ich wieder einen brutalen Heat abbekam. JJ Tomlinson, USA, Luca Matteotti, ITA, Sieger des Weltcups vor einer Woche, und Seth Wescott zweifacher Olympischer Goldmedaillengewinner und mehrfacher Welt- und Vizeweltmeister. Super! Aber ich bin richtig gut drauf dieses Jahr und wusste, dass das schon machbar ist. Ich konnte mich im Achtelfinale direkt am Start gegen alle durchsetzen und musste auch über die lange, schnelle Gleitpassage die Führung an keinen der Windschattenverfolger abgeben. In der Steilkurvenpassage wurde mir zwar öfter von hinten ans Brett gefahren, aber ich konnte die Führung bis ins Ziel halten und stieg mit Wescott ins Viertelfinale auf.
Hier warteten bereits Markus Schairer, AUT, amtierender Weltmeister, und Gino Hämmerle auf uns. Nicht einfacher wurde die Situation dadurch, dass man meinen Teamkollegen David nach der ersten Runde mit Blutfontänen spritzendem Arm weggebracht hatte und keiner wusste, was jetzt wirklich fehlt. Total krank. Naja ich lies mich dann zusätzlich noch durch einen Fehlstart in meinem Heat aus der Ruhe bringen und verlor beim zweiten Versuch den Start klar als Vierter. Auch Wescott war nur auf drei und beschloss meiner Verfolgungsjagd ein schnelles Ende zu setzen, da er wusste, dass ich ihm gefährlich werden könnte. Er bremste mich seelenruhig in der ersten Kurve so dermaßen aus, dass mein Rennen gelaufen war. 15ter. Auch er verlor dabei ne Menge Schwung, nahm das aber in Kauf und konnte sich bis zum Ende des Kurses auch noch an Gino vorbeischieben. Alte Sau! Am Ende wurde er knapp zweiter. Erfahrung haut einen doch oft weit nach vorn.
Es war so weit. Die ersten zwei Weltcups standen an. Und zwar in Lech am Arlberg, wie vorher berichtet. Ein super Event muss ich sagen, aber für mich sollte es nicht so laufen wie geplant. Beim ersten Weltcup konnte ich mich als 12. qualifizieren und war extrem heiß auf die Night Finals. In meinem Heat waren alte Bekannte wie Nate Holland, USA, Mateusz Ligocki, POL und Rok Rogelj, SLO. Ich wählte die halblinke Startposition und und wurde dummerweise nach bereits 50 Metern von links und rechts eingequetscht und bekam dann ohne damit zu rechnen einen Schlag ans Brett, der mich direkt auf den Arsch setzte. Finale 1 gelaufen…
Direkt am nächsten Tag ging es eigentlich gut weiter. Wieder 12. nach der Quali, wieder Nate Holland im Heat. Dazu noch Maciej Jodko, POL und der Bronzegewinner aus Vancouver Tony Ramoin, FRA. Passt schon. Am Start hielt ich mich dieses mal raus. Bloß nicht wieder zu eng unterwegs sein und eingequetscht werden. Ich legte mir also über den Kurs erst den Polen und dann den Frenchie zurecht. Viertelfinale. Nate und ich trafen auf Pierre Vaultier, FRA und Paul-Henri De Le Rue, FRA. Gegen Nate konnte ich mich durchsetzen, aber am Ende schied ich leider um 30cm als Dritter aus. Wenigstens der 11. Platz und die WM-Quali, auch wenn ich natürlich mehr wollte. Mal sehn wie’s weitergeht.

Servus. Wir waren mal wieder fleißig auf den europäischen Gletschern unterwegs und hatten, sagen wir mal gemischtes, Wetter. Sowohl Saas Fee als auch Hintertux und das Ötztal waren ein wenig gegen uns, aber nichts desto Trotz haben wir extrem viele Tage im Schnee verbracht und sind gut auf die kommenden Weltcups vorbereitet.
Denn am Dienstag geht es bereits los im weltberühmten Lech am Arlberg. Die Arlberger haben sich, wie man es von ihnen ja gewöhnt ist, mächtig ins Zeug gelegt und der Boardercross ist massiv geworden.Das erste Rennen am Dienstag wird als Nachtfinale ausgetragen und ab circa 17.30 Uhr auf TW1 und Eurosport2 übertragen. Das zweite Rennen am Mittwoch wird dann nachmittags live auf ORF1 und Eurosport2 übertragen und beide Events werden auf jeden Fall sehenswert!Unten finden sich noch ein Video und ein paar Bilder, die während der vielen Gletscherwochen entstanden sind.![]()
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Hier mal wieder ein kleines Schmankerl aus der Videokiste. Man trainiert ja den ganzen Sommer hart, um im Winter Gas geben zu können und wir haben mittlerweile ziemlich viele verschiedene Trainingsmethoden. Dazu gehört auch diese relativ frustrierende Übung:
Mittlerweile sitzt die Übung ganz gut und im nächsten Update gibt’s dann ein paar spannende Abwandlungen, um das Ganze ein bisschen schwieriger zu gestalten…
Servus! Ich habe mal ein kleines Buch zusammengestellt über das, was ich so mache. Ist so als Video natürlich nicht ganz so schön wie gedruckt, aber wenn man auf 720p HD-Video umschaltet und es auf Vollbildanzeige ansieht kommt es sehr gut rüber. Ansonsten könnt ihr das Booklet auch über diesen Link downloaden:
http://rapidshare.com/files/409370790/konsti_schad_booklet.pdf
Meine erste Amtshandlung als Sportbotschafter der Münchner Olympiabewerbung für 2018 war die Teilnahme am jährlichen BMW Open ProAm Golf Turnier in Eichenried. Zusammen mit Christof Langen, Fritz Fischer und dem European Tour Profi Raphael Jaquelin gingen wir auf die Runde und versuchten sowohl Werbung für die München 2018 Kampagne zu machen, als auch als Team das Turnier zu gewinnen. Alles in allem leider kein Sieg, aber eine Riesengaudi und bestimmt ein guter Einstand als Sportbotschafter. Nächster Termin ist ein kleines Fussballspiel am 8.8. aber dazu später mehr

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Ich bin ein großer Unterstützer des München2018 Bewerbungskonzepts und habe jetzt auch offiziell die schöne Aufgabe mich für die Bewerbung einzusetzen. Ich wurde in das Team der Sportbotschafter aufgenommen und werde nun mein Bestes geben, um zuhause und auf der ganzen Welt für diesen Zweck zu werben. Ich denke, dass München beste Vorraussetzungen zum Ausrichten der olympischen Winterspiele im Jahr 2018 hat und kann mir nichts Besseres vorstellen als die Spiele zu Hause zu haben.Schaut euch mal um auf www.muenchen2018.org, denn ich denke, dass wir diese Bewerbung alle zusammen unterstützen sollten!
Dummerweise stellte sich im Urlaub heraus, dass es bei meiner Verletzung vom Olympiatraining wohl nicht nur das Bein erwischt hatte. Der Beinmuskel hat wohl vielmehr als Folge eines Leistenbruches schlappgemacht. Dieser machte sich jetzt, mit dem Abklingen der anderen Schmerzen, immer mehr bemerkbar und ich konnte glücklicherweise noch am Tag meiner Ankunft zurück in Deutschland operiert werden. Diese innere Verletzung erklärt auch das Versagen des Oberschenkels, aber nach der OP sollte jetzt alles sauber ausheilen und wieder ordentlich funktionieren.
La Molina, Spanien
20 Grad und ein Kurs, der dem Frühlingssonnenschein schon sehr nachgibt. Wenn man bedenkt, dass hier 2011 die WM stattfindet, erwartet man mehr; aber was soll’s! Ich habe die Bretter nochmal frisch bei Hansueli in der Schweiz herrichten lassen, um eine Schlappe wie letztes Jahr zu vermeiden und es ging voll auf…
Wieder der 11. Rang in der Quali, wobei ich nach dem ersten Run sogar 6. war und im zweiten mein lahmes Bein geschont habe. Speziell an diesem leicht schiefen Start war es besonders wichtig für den Finaltag als Erster oder Zweiter das Startgate wählen zu dürfen, um immer Innen zu starten.
Ich kam im Achtelfinale nach einem gewonnenen Start ohne große Probleme zusammen mit Nate Holland (USA) weiter. Im Viertelfinale trafen wir auf Paul-Henri DeLeRue (FRA) und Lukas Grüner (AUT). Hier ging es schon sehr viel enger zu und ich kam aber nach einem gewonnenen Start und einem harten Kampf um die Plätze Eins und Zwei zeitgleich mit Lukas und knapp vor Nate und Paul-Henri ins Ziel. Wieder eine Runde weiter!
Hier verließ mich aber endgültig mein linkes Bein. Trotz all dem Adrenalin konnte ich nichtmehr genug Kraft aufbringen, um den Start zu gewinnen und der letzte Sprung der Startgerade warf mich dann auch noch ab, sodass ich nach 30 Metern Wackelflug kurz nach der Landung die Kontrolle verlor und detonierte. Schade, aber immerhin kleines Finale um die Plätze Fünf bis Acht.
Doch auch hier war leider nichts mehr zu holen. Wir waren im Pulk bis in die vierte Kurve gefahren , als ich mich entschied hier Innen vorbeizugehen und aber leider den Kürzeren zog. Es war zu eng zwischen Tor und den anderen Jungs, dass ich einfädelte und allen Schwung verlor. Mir blieb „nur“ der 8. Platz, was sicherlich ein feines Ergebnis ist, aber nach dem Verlauf des Halbfinals und des kleines Finales noch um einiges besser laufen hätte können.
Ich denke es war aber ein guter Saisonabschluss, speziell mit der Verletzung und nach meinem nun anstehenden Urlaub geht’s wieder mit Vollgas Richtung nächste Saison!
Valmalenco! Gute Erinnerungen vom letzten Jahr. Gute Ausgangslage. Mein Rücken ist dank Dr. Murrisch wieder in Ordnung aber mein linkes Bein ist leider immer noch nicht in Ordnung. Der große Oberschenkelnerv macht Beschwerden und ich verliere schnell die Kraft im Bein und bekomme leicht Krämpfe. Macht aber nix! Ich habe nämlich noch einen Auftrag und werde einfach Kräfte sparen wo es geht.
Der Kurs ist super. Schnell, groß und mittelmäßig lang. Aber das stört mich nicht! Das Wetter ist schön und ich will unbedingt nochmal zeigen was ich kann und vor allem nicht mit einem 33. Platz die Saison beenden, nach Allem was man an Aufwand hineingesteckt hat.
Und es ging auch gleich gut los. Bereits im ersten Quali-Run konnte ich eine Top-10 Platzierung einfahren aber trotz meiner 3 Zehntel schnelleren Zeit im zweiten Run wurde es leider ganz knapp nur der 11. Rang. Wenn ich an die vergangenen Qualis denke, aber ein riesen Erfolg und eine super Ausgangslage für das Finale am Freitag.
Ich hatte die zweite Startgateauswahl und konnte den Heat von ganz links erstmal bis zur Hälfte des Kurses anführen. Hier musste ich nach einem kleinen Fehler Alberto Schiavon (ITA) vorbeilassen, fuhr das Rennen souverän vor Tom Vasins (LAT) und JJ Tomlinson (USA) nach Hause.
Im Viertelfinale lief es leider nichtmehr ganz so gut. Ich verpasste den Start und musste mich als Dritter einreihen. Trotz eines harten Kampfes gegen die drei Jungs und meinen Oberschenkels musste ich mich leider um einen Meter als Dritter hinter Nick Baumgartner (USA) und Alberto Schiavon (ITA) geschlagen geben. Dadurch, dass im Viertelfinale viele der in der Quali besser als ich platzierten Favoriten ausschieden, wurde ich leider vom 11. auf den 13. Rang nach oben geordnet.
Alles in Allem aber ein geiles Rennen und nächste Woche geht’s in Spanien weiter.
Fotos: Oliver Kraus
Nun habe ich also mein großes Ziel bei den olympischen Spielen teilzunehmen erreicht und doch verfolgt mich das Pech. Ich kam in körperlicher Topform in Vancouver an und war lediglich mental durch den riesen Rummel ein wenig aus der Bahn geworfen. Man kann sich nicht vorstellen wie schwierig es sein kann mit all dem umzugehen, wenn man das zum ersten Mal erlebt und es vorallem nicht gewöhnt ist.
Leider regnete es zusätzlich stark in Vancouver und am Cypress Mountain, sodass die ersten zwei Trainingstage ins Wasser fielen und man erst am dritten Tag, einen Tag vor dem Wettkampf, die Möglichkeit hatte, den ungewöhnlich anspruchsvollen Kurs zu trainieren. Mit dieser Situation kamen die routinierteren Fahrer sehr viel besser zurecht als ich und unter Zeitdruck passierte mir bei der dritten Trainingsfahrt ein schwerer Fehler. Ich flog bei Tempo 70 an einem Sprung etwa einen Meter zu weit und wurde dadurch vom nächsten Absprung so kalt erwischt, dass es mich aushob ich nach etwa 10 Metern und einem halben Überschlag detonierte. Ich konnte das Training zwar halbherzig zu ende fahren, am Abend aber machte mein Körper seine harte Abrechnung mit mir. Mein linkes Sprunggelenk war wiedermal bocksteif, die Muskulatur im linken Bein und im ganzen Rücken verspannte aufgrund der Prellungen und sowohl Beweglichkeit als auch Muskelkraft waren dahin. Tolles timing. Man bereitet sich so intensiv auf diesen einen Tag vor und ich suche mir aus vier Jahre genau den Tag vor dem Wettkampf aus, um mir alles zunichte zu machen.
Selbstverständlich habe ich probiert am nächsten Morgen mein Bestes zu geben. Ich war zwar weit entfernt von meiner Form, konnte den Kurs aber zumindest ohne Sturz bewältigen, was dann in der Qualifikation nichtmehr der Fall war. Zweimal passierte mir durch die eingeschränkte Muskelkraft und Beweglichkeit nach etwa einer Minute und zehn Sekunden Laufzeit ein grober Fehler, der im ersten Run nur massiv Zeit kostete und im zweiten jedoch mit einem Sturz endete. Mit der miserablen Zeit aus dem ersten Run hatte das Schicksal nochmal einen Schlag ins Gesicht für mich geplant. Nach der Qualifikation werden die Karten neu gemischt und durch das viele Adrenalin bei drei Gegnern hoffte ich trotzdem einigermaßen mithalten zu können. Es qualifizieren sich aber nur 32 Fahrer für das Finale und mein erster Run, der selbst an diesem Tag nicht meinen Möglichkeiten entsprach, reichte nur für den 33. Rang.
Wenigstens schnitt der David als 8. gut ab und unser Team hat sich im Endeffekt auf der großen Bühne gut präsentiert. Mal sehn ob die Akzeptanz für unseren knallharten Sport dadurch endlich steigt. Ich denke wir haben es verdient und werden bei den letzten zwei Weltcups im März noch ordentlich Werbung für uns machen!
Soviel zum Sport. Die olympischen Spiele in Vancouver waren natürlich alles in allem ein unglaublich tolles Erlebnis und somit konnte ich die Schlappe auch relativ schnell wegstecken. Ich entschied mich dann aber trotz dieser genialen Veranstaltung früher nachhause zu Freundin und Familie zu fliegen und mich auf die Regenerierung nach der Verletzung und auf die kommenden Weltcups zu konzentrieren.
Zum Schluss noch: Danke Kanada! Besser kann man’s glaub ich nicht machen…
Und ich habe es doch noch geschafft! Alles scheint die letzten Rennen gegen mich gespielt zu haben, aber jetzt in Stoneham (Kanada) konnte ich mit einem 14. Platz alles klar machen. Vancouver ich komme! Ein genauer Bericht folgt in Kürze!
Von links: Mike Robertson, Jake Holden, Konsti, Nate Holland.Foto: Olli Kraus/FIS
Ich denke mal das Bild sagt alles…
YEEEEEEAAAAAAAAAHHHHHHHHH!!!!!!!!!!!!Vielen, vielen Dank an das Autohaus Pötzinger für die geile Unterstützung. So wahnsinn!!
Als die feine Zeit in Neuseeland zu Ende ging hieß es Zähne zusammen beißen, denn es folgten 72 Stunden Travel Madness: Lake Wanaka, Neuseeland nach San Martin Des Andes, Argentinien.
Ein kleiner Eindruck wie mies unsere Flugverbindung war:
Hilft aber alles nichts, wenn am Ende der Welt der erste Weltcup der Saison stattfindet und dieser gleichzeitig einer von vier Weltcups ist, bei denen man sich für Vancouver qualifizieren muss. Die Vorgabe des deutschen olympischen Sportbundes ist: zwei mal Top16 oder einmal Top8. Das passt schon!
Wir kamen also total fertig in Argentinien an und mussten als erstes feststellen, dass es dort so gut wie keinen Schnee mehr hatte und die FIS kurz davor stand den Weltcup wegen den starken Regenfällen und dem daraus resultierenden Schneemangel abzusagen. Der South American Cup, der eine Woche vor dem Rennen angesetzt war, wurde schonmal gecancelt und für uns hieß es warten. Der Gedanke, dass man diesen Höllentrip am Ende umsonst gemacht haben könnte, ließ sich Gott sei Dank mit ein paar guten Steaks unterdrücken…
5 Tage vor dem Event kam dann der Schnee zurück. 40cm Baatzschnee retteten das Rennen und die Shaper konnten einen eigentlich ganz ordentlichen Kurs mit immerhin 60 Sekunden Länge hinstellen.
Das Training am Donnerstag war viel versprechend und ich war zuversichtlich was die Quali anging. Ich konnte mich am nächsten Tag nur als 21. qualifizieren, da ich meine Leistung leider erst im zweiten Lauf abrufen konnte. Das Tauwetter machte es schwierig, mit Zeiten aus dem langsameren zweiten Durchgang im vorderen Feld der Quali zu landen - aber ich konnte zufrieden sein. Meine Zeit war immerhin die elftschnellste, wenn man den zweiten Lauf separat betrachtet.
Am Samstag folgte nun das Finale und mein erster Heat war mit Paul-Henri De Le Rue (FRA), David Bakes (CZE) und Andrey Boldykov (RUS) nicht unbedingt einfach. Ich konnte mich gegen David und Andrey durchsetzen und passierte knapp nach Paul-Henri die Ziellinie, nachdem ich seit den der Mitte des Kurses probiert hatte, ihn noch zu überholen.
In meinem nächsten Heat, in dem noch Alex Pullin (AUS) und Frank Boivin (CAN) zu uns stießen, machte ich leider gleich auf der technisch schwierigen Startpassage einen Fehler und konnte meinen Rückstand bis zum Ende leider nicht mehr aufholen…
So blieb es bei einem 14. Platz, der schonmal die Hälfte der Olympiakriterien erfüllt und mich extrem positiv ins Herbsttraining starten lässt. Erfreulicherweise schaffte auch David, mein Teamkollege, mit einem 16. Platz die halbe Quali und ließ mir sogar noch die Ehre des besten Deutschen.
Von links: Konsti Schad, David Bakes (CZE), Paul-Henri De Le Rue (FRA)
Anfang August gings nach Neuseeland. Nach gepflegten 50 Stunden Reise kamen wir in Lake Wanaka an und konnten zwei extrem feine Wochen lang fast jeden Tag shredden. Das Klima in Neuseeland ist so verrückt, dass ich trotz Winter z.B. nachmittags oft noch im Tshirt Golf spielen gehen konnte, man nach zwei Stunden Fahrt mitten im Regenwald oder an einem geilen Sandstrand ankommt oder man einfach im See baden gehen konnte (wenn einen 7° nicht stören).
In der Lake Wanaka Lodge wohnten wir bei Judy und Alan, den besten Gastgebern aller Zeiten, und bekamen hin und wieder sogar Brezen oder an Leberkas (von einem deutschen Metzger und Bäcker aus Christchurch), was einen Bayern auf Heimatentzug natürlich ganz weit vor haut.
In Cardrona, dem Skigebiet, fanden während wir da waren die Burton New Zealand Open statt und auf der ganzen Südinsel verteilt liefen die New Zealand Winter Games, die auch in Cardrona halt machten, wo dann der Boardercross stattfand. Sau praktisch für uns und ich konnte auch gleich im ersten Rennen der Saison ein Podium erreichen. Das Rennen war zwar kein Weltcup aber dennoch sehr gut besetzt und konnte mit 500 Punkten immerhin die Kriterien für die zweithöchste Kategorie aller Wettkämpfe erfüllen. 300 davon für mich. Passt!
Von links: Alex Pullin (AUS), David Speiser (GER), Konsti Schad (GER)
Diesen Sommer sind wir das ganze Training einmal ein bisschen anders angegangen. Zusätzlich zu den Klassikern wie Kondition und Koordination wollte Raiti mein Coach uns dieses Jahr auch anderweitig fordern hat neue Elemente wie Turnen, Klettern und einige Überwindungstrainings eingebaut.
Gestartet sind unsere „neuen“ Einheiten mit Turntraining bei Daniel Gärtner in München.
Auch in München fand dann immer der erste Teil des Überwindungstrainings statt: Turmspringen beim Breakerandi (youtube…)
Er mag halt den 10er am liebsten…
Weiter gings in Vorarlberg, wo Raiti ein kleines Programm für uns vorbereitet hatte.
Bei den Jungs von der Vorarlberger Flight Connection lernten wir innerhalb von zwei Stunden anscheinend genug, um uns vom erstbesten Berg aus 700 Höhenmetern mit dem Paraglider loszuschicken. Und zwar allein…
Am nächsten Tag gings im Walsertal weiter. Eine 150 lange und 80 Meter hohe Brücke. Brückenschwingen Marke „Eigenbau“…
Wer schnell fahren will, darf vor nichts Angst haben…
Ausgangslage: Chiesa di Valmalenco in Italien. Weltcupfinale. 31. in der Weltrangliste und damit kein Weltcupstartplatz für die nächste Saison. Gerissener Meniskus im linken Knie und ein Kurs mit circa 200 Metern Airtime und harten flachen Landungen.Kein Problem…im Nachhinein.Ich schaffte es, nach einem extrem schlechten Training vom Vortag und einem bösen Sturz im ersten Quali-Run, als 10. ins Finale einzuziehen. Mein bisher bestes Qualifikationsergebnis. Mit dieser guten Ausgangslage startete ich in den Finaltag und kämpfte mich durch den ersten Run. In der letzten Steilkurve konnte ich noch von der dritten auf die zweite Position überholen aber es hielt nicht mehr bis ins Ziel. Bei einer Kollision über den Zielsprung (siehe Foto) zog ich den Kürzeren und stürzte Kopf voraus die Landung hinunter…Wegen meiner guten Qualifikation landete ich am Ende auf Rang 18, was mir noch genügend Punkte brachte, um wieder in die Top30 aufzusteigen und meinen Startplatz für nächstes Jahr als 29. zu sichern. Auch in der Olympia-Qualifikationsliste konnte ich mich weiter nach oben schieben und die nationale Quali in der nächsten Saison sollte kein Problem sein.Es war im Endeffekt, trotz der dummen Verletzung, eine sehr gute Saison und ich konnte meine Ziele trotzdem erfüllen. Jetzt steht der Focus voll auf Vancouver 2010…
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Fotos von Meike Engels
Alles war gut bis zum Freitag, dem 13. März. Das Datum hat mich bis dahin zwar überhaupt nicht gestört, aber nachdem mein ganzes Team, ohne sichtbaren Grund, die Quali beim vorletzten Weltcuprennen in La Molina, SPA nicht überstanden hat, musste ich dem Tag seinen Ruf gönnen.Im Training am Tag davor hatten wir alle richtig gute Zeiten und kassierten dann aber im Rennen jeder über 1,5 Sekunden ohne im Run merkbare Fehler gehabt zu haben. Wir hatten schlicht und einfach verwachst. Der gleitintensive Kurs in der prallen Frühjahrssonne hat eben keinen solchen Fehler zugelassen. Sehr schade nach dem vielversprechenden Training, das trotz meinem Meniskusriss relativ schmerzfrei über die Bühne ging. Wenigstens wusste ich das ich fit bin für’s nächste Rennen: Das Weltcupfinale in Valmalenco, ITA. Nachdem ich in Spanien mit dem schlechten Ergebnis aus der Top30 herausgerutscht bin, muss ich dort nochmal voll angreifen, um meine Saisonziele und die Auflagen der Verbandes erfüllen zu können.
und leider, was die Ergebnisse angeht, keine guten Neuigkeiten. Obwohl mich die Jungs vom Osteo-Zentrum in den zwei Wochen zuhause sehr gut hergerichtet hatten und mein Knie einen wirklich guten Eindruck machte, hatte ich bei allen drei Weltcups mit meinem Knie zu kämpfen. Es konnte einfach nach gerade mal zweieinhalb Wochen Heilung nicht so gut sein, es wären ja auch normalerweise sechs Wochen nötig gewesen. Ich scheiterte leider sowohl am 12.2 in Vancouver als auch am 18.2 in Stoneham,QC an der Qualifikation, nachdem ich mit den Schmerzen und der fehlenden Spritzigkeit im Bein wirklich keine guten Leistungen abliefern konnte.Nach dem Rennen in Stoneham war glücklicherweise eine Woche Zeit in der ich mich nochmal gut ausruhen konnte und in der David unser Physio sich alle Mühe gab mein linkes Bein auf Vordermann zu bringen. Am 28.2. trat ich dann in bester Verfassung nach einem richtig guten und, vor Allem, schmerzfreien Training zur Qualifikation an und riss mir den Meniskus im linken Knie…Gerade als die alten Verletzungen beinahe ausgeheilt waren schlug das Pech wieder zu. Ich konnte also wieder kein gutes Ergebnis verzeichnen und rutschte langsam in der Weltrangliste immer weiter nach hinten. Genau was ich eigentlich vermeiden wollte. Ich bin extra deswegen zu diesen drei Weltcups gereist anstatt meine Knieverletzung die vollen sechs Wochen lang auszukurieren.Es wurde richtig eng für das Weltcup ranking.
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Eine Nacht zuhause geschlafen und schon gings ab in den Flieger nach Korea. Bereits im Flieger habe ich mit der etwas “anderen” Küche der Koreaner Bekanntschaft gemacht und es wurde auch die nächsten Tage des Aufenthalts im Sungwoo Resort in Gangwon nicht besser. Aber ich hatte vorgesorgt, konnte mir jeden Tag zumindest einmal etwas kochen und war nicht auf Schmankerl wie Gimchi*(… klick) angewiesen.”Aber so kriegen die mich nicht klein” hab ich mir gedacht und konnte auch nach zwei viel versprechenden Trainings höchstmotiviert (und trotzdem gut gestärkt) in die Qualifikation des SBX-Wettbewerbs gehen. Leider verletzte ich mich hier im ersten Qualifikationslauf bei einem Sturz am linken Knie, sodass die WM für mich gelaufen war. Ich bemühte mich zwar mit Schmerzmitteln noch den zweiten Lauf zu beenden, um wenigstens ein paar Punkte für die laufende Olympiaqualifikation mit nach Hause nehmen zu können, aber es war nichts mehr zu holen. Am Ende blieben mir ein enttäuschender 38. Platz, ein gequetschter Meniskus, eine starke Knochenprellung im Knie und eine Innenbandläsion.
Vor der Quali. Foto: Heinz Kusche
Na endlich! Weltcuperfolg in Bad Gastein, Salzburg. Nach einer nur mäßigen Quali konnte ich mich dann in den Heats gegen fast alle durchsetzen. Beim wahnsinnig anstrengenden Nachtfinale musste ich mich erst im Finale den anderen Jungs geschlagen geben und wurde 4. hinter Nate Holland (USA), Michael Novotny (CZE) und Xavier De Le Rue (FRA). Podium zwar knapp verpasst aber mehr war leider nicht mehr drin. Am nächsten Tag holte mich dann auch meine bereits länger unterdrückte Erkältung ein und zusammen mit der Erschöpfung war ich für den zweiten Weltcup leider nicht mehr fit genug. Dennoch ein top Wochenende! Danke Österreich!
Mein erster Heat. Von links nach rechts: Konsti, Mike Robertson (CAN), Ryan Hickey (CAN), David Speiser (GER) Foto: Oliver Kraus
Yeah Deutscher Vizemeister! Am 6.1.2009 fand in Grasgehren im Allgäu die Deutsche Meisterschaft im Snowboardcross statt. Trotz dem schlechten Wetter konnte alles einwandfrei vom SVD durchgezogen werden und nach einem anstrengenden Rennen hatte ich mir den Titel des deutschen Vizemeisters 2009 erkämpft. Bester Deutscher und somit Meister wurde meine Teamkollege David Speiser, dem ich den Titel leider aufgrund des Racemodus kampflos überlassen musste. Unsere beiden Qualifikationsplatzierungen ließen einfach nicht zu, dass wir im selben Heat fahren konnten. Ich bin dennoch sehr glücklich mit dem Vizemeister. Vor Allem, weil mir diese Platzierung einen Startplatz für die Weltmeisterschaft in Korea am 18.1.2009 eingebracht hat, welchen ich davor, wegen meiner eher mageren Ausbeute auf den vorhergegangenen Weltcups, noch nicht sicher hatte. Ich bin sehr froh, dass der Snowboardverband an mich glaubt und mich zu diesem Großevent mitnimmt, obwohl ich mich bisher in der Weltcups eher unter Preis verkauft habe. Die nächste Station ist nun der Doppelweltcup in Bad Gastein, AUT, wo ich nochmal Vollgas geben werde und hoffentlich zeigen kann, dass man mich zurecht zur WM mitnimmt.
Foto: Nicole Schad